Organspenden

Baba

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http://www.geisternews.de/index.php?id=384&topic=Neue Niere, neue Persönlichkeit

eine frau hat nach einer nierentransplantation die charakterzüge des spenders angenommen. denkt ihr, sowas ich tatsächlich möglich und wenn ja, warum?

Hab mal was gelesen, in der Abhandlung: "Organspende Ja oder Nein" von Dr. jur. Georg Meinecke, dass gewisse Organe wie Herz, Leber und Niere von Zellen umgeben sind, ähnlich dem Gehirn. Wenn das stimmt, könnte ich mich sehr wohl vorstellen, das sie eine gewisse "Erinnerungungsvermögen" haben....

Ich persönlich würde kein Organ spenden, und auch keine fremde wollen!

Man darf ja nicht definitiv Tot sein, wenn sie einem ein Organ zur Transplantation entnehmen wollen! D.h. Man muss Hirntod (böse Zungen behaupten diese definition sei nur aus diesem Grunde entstanden) sein, aber der Kreislauf muss noch funktionieren....
Abgesehen davon das erheblicher misbrauch betrieben werden könnte, werden den Menschen Organe entnommen bevor sie Tod sind! (Also getötet)
Was ist jetzt mit der Seele? Kann sie trozdem ungestört ins, was auch immer danach kommt, weiter??? (Klar für Ärzte gibts die nicht...)

Auf keinen fall möchte ich je ein fremdes Organ. Davon abgesehen, dass ich mich mit der Schulmedizin schwer tue, wieso sollte ich ein neues Organ haben wollen um miserabel weiterzuleben? Denn nach eine Transplantation wird man sein restliches Leben lang harte Medis nehmen müssen. Diese sind schädlich und zu allem an noch teuer!

AHA! Da haben wir ja die nutzniesser dieser ganzen Angelegenheit, die Pharmaindustrie (was? schonwieder?)!!!:oeek:
 

Neres

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Also die Leute, die ein Organ bekommen haben (Niere zB) müssen nachher Medikamente nehmen, welche wiederum schädlich für den Körper sind?

Hab ich dein Schreiben richtig verstanden?
 

Dumdidum

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Wenn jemand lieber leben (auch unter evtl. nicht mehr ganz so tollen Bedingungen) statt sterben möchte finde ich persönlich das absolut verständlich. Und das die Pharmaindustrie daran verdient sagt uns jetzt was? Das Organspenden unnötig sind? Das die Medikamente unnötig sind? Die stellen halt die nötigen Medikamente her, muss ja einer machen oder?
Wie schon beschrieben müssen nach einer Transplantation Medikamente eingenommen werden die das Immunsystem unterdrücken was sonst gegen das fremde Organ vorgehen würde. Das ist natürlich kein optimaler Zustand.
 

Steven Inferno

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Man darf ja nicht definitiv Tot sein, wenn sie einem ein Organ zur Transplantation entnehmen wollen! D.h. Man muss Hirntod (böse Zungen behaupten diese definition sei nur aus diesem Grunde entstanden) sein, aber der Kreislauf muss noch funktionieren....
Das ist Quatsch. Der Hirntod ist Mindestvoraussetzung, damit Organe entnommen werden dürfen. Das hat der Gesetzgeber so festgelegt, damit der Spender unter Garantie die Organe nicht mehr benötigt, denn der Hirntod gilt als absolutes Ende des Systems Mensch:
http://www.bundesverband-niere.de/1008/organspende/

Toter als Hirntod geht nicht.
 

_fix_

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An dem Tag,an dem man mir erklärt(durch studien bewiesen)wie es zu dem lazarus syndrom kommt und warum spender vor der explantation narkotika bekommen,an dem tag werde ich organspender.

Aber das wird wohl nix.
 

drschulte1

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Hallo,

@_fix_

hier der Hirntod noch ausführlicher:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hirntod

Wenn ein Gehirn wirklich tot ist, dann ist das eine mit dem Leben nicht vereinbare Verletzung. Davon gibt es keine Heilung.

Durch künstliche Maßnahmen, wie Beatmung, sorgen die Ärzte dafür, dass der Körper nach dem Hirntod weiterfunktioniert. Das hat aber nichts mit Leben zu tun. Schaltet man die Beatmung ab, dann hört auch die Funktion auf.

Hier auch noch ein Text zur Narkose bei Organspendern.

http://www.aktxpflege.de/symposien/2006/2006_14.php

Ich denke aber, dass keines unserer Argumente dich von deiner momentanen Einstellung abbringen wird. Dafür habe ich Verständnis.
 

Dumdidum

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In keinem der dort beschrieben Fälle (oder denen bei Wikipedia) ist aber ne Organspende im Spiel oder? Wenn jemand für hirntot erklärt wird (was auch nicht nur ein Arzt macht unter Zeitdruck) dauert es ja noch Stunden bis überhaupt angefangen werden kann die Organe zu entnehmen, erst muss mit den Angehörigen gesprochen werden, dann wird der Spender untersucht ob Organspende überhaupt in Frage kommen, dann wird an Eurotransplant übermittelt welche Organe zur Verfügung stehen, die suchen dann die Empfänger, die Chirurgen für die Organentnahme müssen dann herkommen. Es dauert also Stunden bis es zur Organentnahme kommt was ja eigentlich mehr Zeit lässt für ein unerklärliches Wiederaufwachen bzw. wieder einsetzenden Kreislauf als wenn der Notarzt in Eile mal drüberguckt und sich evtl. über hirntot gar nicht so viel Gedanken macht wenn keine Atmung und kein Herzschlag mehr da ist (was ja schließlich wenns nicht wiederkommt zwangsläufig auch den Zerfall des Gehirns nach sich zieht).
 

Baba

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@Neres: Yes I! So ist es. Also ich würde lieber sterben... Ich meine was bringt es zu leben wenn man immer ausgelaugt, müde usw ist....

@Dumdidum: Jedem das seine, mir das meine... Ich wollte eigentlich nur sagen wieso das ganze momentan gepusht wird... sehr lukrativ halt!

@Steven: Für mich ist man Tod wenn das Herz nicht mehr schlägt, und eben das wird verhindert, damit die Organe frisch bleiben.... Also eigentlich ist man dann ein Zombie....
 

Dumdidum

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Es gibt sicher auch andere lukrative Betätigungsfelder auf die die Pharmaindustrie sich stürzen könnte, warum die gerade jetzt daran interessiert sein sollten, erschließt sich mir nicht so ganz.
Es wäre ja möglich, dass in der Politik (evtl durch die Nierenspende von Steinmeier?) das Thema mehr in den Fokus gerückt ist, vielleicht hat auch einer von den Ministern die jetzt auf Veränderungen im Organspendevorgang drängen jemanden zu Hause sitzen der krank ist und hat nun festgestellt, dass zwar die meisten Bundesbürger gerne Organe haben möchten aber kaum jemand bereit ist welche zu geben.
 

Baba

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Also meiner Meinung nach gibt es wenig lukrativeres als wenn Menschen für den rest ihres Lebens von Medis abhängig sind....ich habe nie behauptet das sie sich erst jetzt dafür interessiert....aber es wird halt momentan von den Politricksters gepusht, vieleicht kriegen sie dafür Rabatt auf Ersatzteile!:owink:
 

Steven Inferno

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Es gibt halt Leute, die leben lieber mit Medis als tot zu sein. Du musst ja nicht Organspender werden. Also werde kein Organspender und fertig. Nicht hinter jeder Kleinigkeit muss immer eine böse Polit-Verschwörung stecken.
 

Baba

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Also von Verschwörung hab ich nie was gesagt.....
 

_fix_

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@neres

Weißt du was das schlimme an der ganzen Sache ist?
Man kann niemanden mehr glauben.Bei den Ärzten weiß ich nicht,wollen die mich dann ausschlachten oder wollen Intressengruppen nur ihre Versuche durchführen?Die Infos die man bekommt,die können auch gesteuert sein.Ich vergleich das immer mit den Spendensammler zu Weihnachten,den meisten gehts nur ums Geld.Von Hundert Sammler sind neunundneunzig Betrüger,aber einer ist erhlich.Nur dem gibt man nichts.
Bei einer so wichtigen Frage sollten alle Fragen geklärt sein,bevor man sich festlegt.

Wenn ich tod bin,ist mir mein Körper sicherlich egal,aber ich möchte dann auch tod sein.Ich möchte nichts davon mitbekommen.
 

Dumdidum

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Naja ich sehe das so: Die beiden Ärzte die den Tod feststellen dürfen nicht den Entnahme-oder Transplantationsteams angehören. Wo die Organe landen bestimmt nicht das Krankenhaus, die melden nur, dass es Organe gibt und meistens landen die dann woanders. Also kann das Krankenhaus/die Ärzte auch nicht so rechnen, OK den einen lassen wir jetzt sterben, damit wir 6 andere Patienten in unserem Krankenhaus retten können was dann gut in der Statistik aussieht. Ich finde es ist ne traurige Sache, dass so wenig Menschen spenden wollen aber gleichzeitig kein Problem damit haben Empfänger zu sein. Um überhaupt als Empfänger in Frage zu kommen muss es einem auch schon so mies gehen, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Transplantation dann gar nichts mehr bringt weil der Körper schon zu geschwächt ist. Gäbe es mehr Organe könnte man die Leute schon operieren bevor sie mit einem Bein im Grab stehen was die Chancen deutlich verbessern würde.
 

Proserpina

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Die Wiege der Ruhrindustrie. :)
Also jetzt muss ich mich auch mal einmischen.

Dazu muss man sagen, ich bin selber im Besitz eines Organspendeausweises, aus mehreren Gründen:

1. Die Chancen sind höher, dass man selber oder jemand in der Familie eine Organspende braucht, als dass man selber als Organspender in Frage kommt.

Denn wir sollten uns klar sehen, dass es im Vergleich eher selten vorkommt, dass jemand Hirntot ist, ohne das die Organe schon versagt haben, bzw. (bei Autounfällen ect.) verletzt oder zerstört sind. Von diversen Krankheiten, an denen man zu Grunde gehen kann, ganz zu schweigen.
Dazu ist es schon von nöten, das jemand z.B. die Treppe runterfällt und sich das Genick bricht. Und auch da ist es nötig, dass schnelle "Hilfe" kommt, da in der Natur der Kreislauf ganz schnell schlapp macht, wenn das Hirn tot ist.

2. Ich möchte unter keinen Umständen hirntot vor mir hin liegen, bis sich irgendjemand erbarmt, endlich die Geräte auszuschalten. Da bin ich lieber tot, denn ein würdiges Leben ist etwas anderes.
Ob die mir vorher noch ein paar Organe entnehmen oder nicht, spielt für mich keine Rolle mehr.

3. Vielleicht gibt es ein paar schwarze Schafe, ja und? Das geht mir doch sonst wo vorbei. Das müssen die dann mit ihrem Gewissen verantworten, und nicht ich.
Ich fühle mich wohl in dem Wissen, dass ich wenigstens so etwas nützliches in meinem Leben getan habe.

Und überhaupt lasse ich diese Ausrede nicht gelten, es recht nicht dieses "Nachher kriegen irgendwelche Reichen/ Bösen/ Unsympathischen meine Organe, das finde ich doof!"
Was ist denn das für eine Attitüde bitte? Wer bin ich, dass ich entscheide, wer es verdient hat zu leben und wer zu sterben?
Vorallem mögen unter den Suchenden vielleicht eine handvoll "böse" Menschen dabei sein, aber der Großteil sind immernoch ganz normale Menschen.. Mal ganz zu schweigen von den Kindern.

Übrigens bin ich trotz allem nicht der Meinung, das es hier wie in Österreich gehandhabt werden sollte; ich finde es gut, das jeder jetzt gefragt werden soll, aber im Endeffekt muss gerade eine solch schwerwiegende Entscheidung immer bei einem selbst liegen.

Ich fände es nur schön, wenn manch einer nochmal in sich gehen würde, und nochmal ganz genau über seine/ihre Beweggründe nachdenken würde, es nicht zu tun.

Ist jedoch nur meine Meinung.

Liebe Grüße,

Proserpina
 

Baba

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@Steve: Oh, tut mir leid das ich meine eigenen Erfahrungen gemacht habe und daraus eigene Schlüsse ziehe! Ich dachte das wäre ein Diskussionsforum, aber wenn meine eigene Meinung nicht gewünscht ist, sag es mir, dann werd ich fernbleiben!

@Neres: Ich rede von Fakten!

Da ich selber in einer medizintechnischen Firma arbeite, sehe ich wie es bei Produkteinführungen abläuft.... Ich habe nie behaupted das Ärzte böse Menschen wären. Doch sie werden wärend dem Studium und auch danach von der Industrie beeinflusst. Wer sponsert die Vorträge und mach Vorführungen der neusten Produkte an den Unis? Wer "besticht" die Ärzte mit Gewinnbeteiligung? Die Wirtschaft, und denen gehts nur ums Geld....

Also kommt mir nich mit Verschwörungen, wenn ich sage das die Pharmaindustrie nicht für die Gesundheit der Menscheheit arbeitet!
Beispiel: Novartis hat 2011 58.6 Milliarden Umsatz und 13.5 Milliarden USD Gewinn ausgewiesen! Aber auf der Strasse werde ich angequatscht ob ich für die Krebsforschung spenden soll? Ein schellm wer böses dabei denkt! (Also ich) :oeek:


2. Ich möchte unter keinen Umständen hirntot vor mir hin liegen, bis sich irgendjemand erbarmt, endlich die Geräte auszuschalten. Da bin ich lieber tot, denn ein würdiges Leben ist etwas anderes.
Ob die mir vorher noch ein paar Organe entnehmen oder nicht, spielt für mich keine Rolle mehr.

Deine Aussage verstehe ich ned ganz, denn sie werden ja die Geräte erst dann ausschalten wenn deine Organe drausen sind....
Also wirst du unausweichlich (im Fall der Fälle, was ich dir nicht wünsche) eine weile Hirntod daliegen!
 
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