Ukraine / Russland Konflikt/Krieg Sammeltopic

Zwirni

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Seit gestern gibt es Bilder aus einigen befreiten Städten und Dörfern nördlich von Kiew. Dort liegen Leichen auf den Straßen, Dutzende pro Straßenzug, teilweise gefesselt. Die Russen haben hier offenbar ein Blutband angerichtet. Einige sprechen jetzt bereits von Völkermord. Ich spare mir Links dazu da die Bilder verstörend sein können.
 

!Xabbu

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Ich habe das gerade im Netz gelesen und die schrecklichen Bilder gesehen. Die russische Regierung erdreistet sich auch noch, jegliches von der Ukraine veröffentlichte Bild- und Filmmaterial als Provokation darzustellen.

Es müssen nun ganz dringend unabhängige Beobachter diese Gebiete untersuchen. Wenn genügend Beweise vorliegen, dass diese grausamen Hinrichtungen an unschuldigen Menschen durch russische Soldaten verübt wurden darf es absolut keine Hemmungen mehr geben, Russland zu isolieren. Ich bin für einen sofortigen Stopp der Gaslieferungen und weiterer russischer Produkte. Lieber friere ich als dass ich indirekt mit verantwortlich bin, was in ukrainischen Städten und Dörfern für Gräueltaten begangen werden.

Auch China muss sich langsam fragen, ob sie solche Taten weiterhin tolerieren oder sogar unterstützen.
 

Zwirni

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Die Stärke einer Zivilisation wird nicht an ihrer Fähigkeit gemessen, Kriege zu führen, sondern an ihrer Fähigkeit, sie zu verhindern.

Gene Roddenberry - Erfinder von Star Trek und einigem anderen

Derzeit sind wir als Zivilisation ziemlich schwach ..
 

!Xabbu

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So langsam zeichnet sich ein Bild ab, dass die Gräueltaten in Butscha nicht von den einrückenden Soldaten begangen wurden sondern von Spezialkräften.

Russland hat wohl junge unerfahrene Soldaten als Kanonenfutter vorgeschickt. Nach Aussagen von Anwohnern kamen einige Wochen später gut ausgerüstete ältere Soldaten in schwarzen und dunkelgrünen Uniformen, anscheinend vom russischen Geheimdienst FSB. Diese haben dann die Massacker verübt, um Angst und Schrecken zu verbreiten.

Das sieht für mich nach gezielten Aktionen aus und nicht nach Einzelaktionen von Soldaten. Somit ist eine klare Verantwortung an den Kreml zu richten.

 

infosammler

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Nehammer war ja bei Putin. Hab gelesen und finde das stimmt, es hat sich schon was gebracht.
Es war eine Hände reichen und Putin hat bewiesen und gezeigt, das er niemanden in der EU will und gar keine Zusammenarbeit und kein Miteinander und im Grunde sogar (könnte er) die EU angreifen würde und tatsächlich nicht nir gegen die Ukraine ist, sondern gegen die ganze westliche Welt.

Für das war das Treffen gut, weil es Gewissheit gebracht hat.
 

infosammler

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nicht nach Moskau fliegen müssen
Nein, finds eh äußerst seltsam zu ihm zu fliegen.
Aber zumindest hat es uns Bestätigung gebracht, was sein Weg ist.
Viel anders offensiv hätte Österreich wegen seiner Neutralität gar nicht machen können.

Warum sind eigentlich nicht alle Länder neutral?
 

Zwirni

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Ein russischer General protzt mit dem Vorhaben sein Land würde eine Landverbindung nach Transnistrien errichten wollen. Die dortige russische Bevölkerung werden unterdrückt. Das Vorhaben würde bedeuten, dass der komplette Süden der Ukraine, inkl. dem wichtigen Hafen von Odessa, in russische Hand fallen müsste.

So wie die Russen im Osten derzeit Vorgehen sehe ich dafür wenig Chancen für Russland ..
 

Zwirni

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Russische Söldner haben vor einigen Tagen wie vereinbart in Mali einen Stützpunkt der Franzosen übernommen. Direkt danach begannen sie wohl damit ein Massengrab zu inszenieren um die eigenen Greueltaten in der Ukraine zu rechtfertigen ..
 

Zwirni

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Russland scheint seine Ambitionen auf Transnistrien festigen zu wollen. Gestern und heute gab es dort mehrere Explosionen was Russland als Provokation wertet.
 

Zwirni

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Bisher ging man davon aus, dass Putin am 9. Mai (Jahrestag des Siegs über Nazideutschland in Russland) den Sieg über die Ukraine feiern wollen würde. Aber nach einem Sieg sieht es derzeit gar nicht aus. Geheimdienste wie auch verschiedene Minister warnen derzeit davor, dass Putin den 9. Mai eine Generalmobilmachung bekanntgeben würde. Vermutlich würde die "Spezialoperation" dann tatsächlich "Krieg" genannt werden und gegen die NATO geführt werden. Das entspricht auch der "Sprache" die in russischen Medien wie auch von Politikern des Landes immer mehr genutzt wird.

Atomschlag am 9. Mai gegen die NATO? Erscheint uns surreal, aber heutzutage sollte man nichts ausschließen :|
 

Zwirni

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Wenn die Atombomben die gleiche "Qualität" wie Angriffe durch deren Armee haben, landen sie in Warschau wenn sie eigentlich Berlin anvisieren. Von wegen hochtechnisiert.
 

infosammler

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Hab ich gelesen, 30.000 Ukrainer im Deutschkurs.
Ich dachte mir heute, irgendwie erscheint mir das sektsam, das man ukrainische Flüchtende sofort in Deutschlurse steckt.

Ich versteh schon, das es sicher kein Nachteil ist. Aber ich mein, wenn ich grad geflüchtet bin, steht mir jetzt der Sinn auch nicht danach sofort eine Sprache zu lernen.
Wie soll man während einer solchen psychischen Belastung bitte eine Sprache lernen?

Ich denke, es können genug englisch, warum kommuniziert man nicht mit englisch zuerst.

Ich verstehe schon warum das Vorteile bringt, es ist ein Fussfassen. Obwohl es eh freiwillig ist. Trotzdem verwundert es mich auf der andereb Seite.
 

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Man steckt sie nicht rein. Das ist absolut freiwillig. Ich finde die Anzahl nicht erstaunlich. Die meisten Ukrainer wollen ja in ihre Heimat zurück und haben nicht vor lange hier zu bleiben. Diejenigen die die Sprache hier lernen, wollen evtl. auch ihrer Familie beim Aufenthalt hier helfen. Von 6 Familienangehörigen macht der jüngste halt einen Kurs mit.
 

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Obwohl es hier wenig Beiträge in letzter Zeit, obwohl man auf der Straße meint es wäre alles normal, obwohl das Thema des Kriegs in den Medien weiterhin, wenn auch gefühlt in geringerem Maße, vertreten ist, obwohl man auch privat inzwischen eher an Urlaub und die nächsten Ausflüge denkt - der Krieg geht weiter. In unverminderter Härte. Tausende, eher Millionen Menschen, sind von ihm direkt betroffen. Und das weiterhin gar nicht mal so weit entfernt von uns.

Sind wir inzwischen abgestumpft? Nehmen es als Gegeben hin und harren der Dinge die da kommen, die wir ohnehin nicht beeinflussen können?

Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Ukraine schon jetzt ein brach daliegendes Land ist. Die Wirtschaft ist eingebrochen, Arbeitslosigkeit wie auch Wegfall von Millionen Arbeitsplätzen sorgen für einen extremen Wandel.

Ich las dieser Tage auch, dass die Hilfe für die Ukraine, anders als in den ersten Wochen, gar nicht mehr so intensiv läuft. Im Gegenteil: nachdem es eine Zeitlang Überschuss bestimmter Waren gab, herrscht nun Mangel vor. Mangel an allem. Helfen wir weiterhin? Scheinbar nicht mehr in dem Maße vor 3 Monaten.

Mich erinnert das leicht an die Corona-Pandemie. Erst waren alle vollauf dabei, wollten sich und andere schützen, klatschen von Balkonen und halfen einander. Doch schon nach wenigen Wochen wechselte diese doch für die Gesellschaft positive Stimmung. Sind wir als moderne Zivilisation nicht fähig uns auf einen Wandel in unserem Leben auf Dauer einzustellen? Erst beim Klimawandel, dann bei der Pandemie, jetzt beim Krieg ..
 

infosammler

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Ich glaub die Zeitqualität ist schnelllebig. Das heißt, das auch das Schlimme schnell abstumpft.
Sind wir inzwischen abgestumpft? Nehmen es als Gegeben hin und harren der Dinge die da kommen, die wir ohnehin nicht beeinflussen können?
Ich glaub schon. So hart das ist, aber so wirds sein.
Direkt spüren wirs nicht, indirekt sind wir täglich davon betroffen. Aber nicht stark genug, dass wir es immer merken.
 

!Xabbu

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Das ist ein Selbstschutz-Mechanismus des Menschen. Auch wenn wir persönlich einen harten Schlag erleiden (z.B. den Tod eines lieben Menschen) dann ist die Trauer in den ersten Tagen unerträglich und lässt dann nach einiger Zeit nach. Anders wären wir gar nicht in der Lage, dieses Leben mit einigermaßen gesundem Verstand zu überstehen.
 

infosammler

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Anders wären wir gar nicht in der Lage, dieses Leben mit einigermaßen gesundem Verstand zu überstehen.
Glaub ich auch.
Aber wir haben trotzdem unsere täglichen Verpflichtungen, die wir machen müssen, Familien und dies und das.
Ich glaub das man einfach schnell wieder in den Alltag übergeht (weil man auch muss).
 

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Im Deutschen Bundesrat soll über eine Kriegssteuer gesprochen werden. Diese soll dazu dienen Übergewinne von Unternehmen, die durch den Krieg entstanden sind, abgeschöpft werden.

Quasi eine Vorstufe zur Reichensteuer?
Imho eine gute Idee. Ölkonzerne und Waffenhersteller verdienen sich gerade ein goldenes Näschen ..
 
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