Wiederbelebung ausgestorbener Tierarten

Zwirni

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Darüber wird öfter wieder nachgedacht. Aber mehr noch: es wird sogar aktiv daran geforscht in naher Zukunft einzelne ausgestorbene Tierarten wie das Mammut wieder zu beleben. Bei einem Tier ist es auch schon gelungen: dem iberischen Steinbock.

Der "Paläogenetiker" Stephan Schuster berichtet in einem aktuellen Interview über den Stand der Entwicklung. Auch wenn er sehr euphorisch klingt wird es wohl noch Jahre dauern bis ein Mammut wirklich gezeugt werden kann.

Klon-Projekt: "In Sibirien ist für Mammuts viel Platz" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

Trotzdem gab es letztes Jahr bereits die Meldung, dass das Genom komplett entschlüsselt sei. Wenn ich das obige Interview sehe zweifel ich jedoch etwas daran.

http://www.ksta.de/html/artikel/1226655111998.shtml

Weiterhin gibt es die Warnung, dass man eine ausgestorbene Spezies nicht einfach wiederbeleben sollte. Es gehört viel Verantwortung dazu, nicht nur gegenüber dieser Art sondern auch der heutigen Welt. Ein Mammut würde vermutlich (!) problemlos in die Wildnis entlassen werden können - ein freilaufender Säbelzahntiger würde die heutige Natur jedoch völlig umkrempeln.

http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&source=/nano/cstuecke/127092/index.html

Auch aktuell vom aussterben bedrohte Tierarten werden übrigens in einer Gendatenbank gesammelt. Mögliches Ziel: die Wiederbelebung der Art.

Gen-Datenbank: Arche Noah im Tiefkühlfach - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

Was denkt ihr? Gefahr oder Potential?
 

viennatourer

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yop

Denke es gilt zu unterscheiden ob ausgestorben oder vom Menschen ausgerottet.

Wer kontrolliert bzw. regelt dann den Bestand ?
Da mit Arten auch meist deren natürliche Feinde ausstarben,bleibt es wieder am Menschen.
Manche Arten starben aus weil die Umweltbedingungen nicht mehr stimmten,bzw.die Futterquellen abhanden kamen.
Wer glaubt schon zu wissen,was ein Mammut für Ansprüche hat an Nahrung,Kräutern,Temperatur etc....geben wir ihm dann Pellets zu fressen mit Vitaminmischung ? (klingt nicht sehr natürlich)

Sehe wenig Sinn dahinter,außer die Neugier von einigen "Wir sind Gott" Wissenschaftern so a la ....Wir tun es,weil wir es können.

Von mir aus sollen sie es tun,aber nicht unter dem pseudowissenschaftlichen Vorwand einer Renaturierung.:owink:

Wir hätten übrigens genug zu tun,zb.die noch lebenden aber bedrohten Arten zu erhalten.

mfg.v
 
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Andromeda

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im grünen Herz der Welt :-)
Finde ich auch. Es hatte schon seinen Grund, warum die Mammuts, Säbelzahntieger etc. ausgestorben sind. Und daran war erstrangig nicht der Mensch beteiligt.

Die Wissenschaftler sollten sich wirklich mehr darauf konzentrieren, die jetzigen Tiere zu retten bzw. erst kürzlich ausgestorbene Arten wiederzubeleben. Die passen in die jetzigen Bedingungen hinein.

Ich frage mich oft, wenn ich Dokumentationen über Dinos oder andere schon lange ausgestorbene Tiere sehe, wie die Wissenschaftler so genau rekonstruieren können, wie die Tiere sich damals verhalten haben, was sie gefressen haben etc. Ich finde es zu riskant, solche Tiere wieder zum Leben zu erwecken. Der Schuss könnte für die Menscheit auch nach hinten losgehen...
 

nein

Dr. rer. anim. - RIP *1956-†2015
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naja, wenn es der wissenschaft z.b. gelingen würde, einen säbelzahntiger zu schaffen, dann wird der ja nicht ausgewildert, sondern vermutlich im gehege der zahlenden bevölkerung präsentiert.
da ist die gefahr für die menschheit doch stark eingegrenzt.
solche tiere würde sicher keiner einfach in die wildniss entlassen.
 

Wolfsheld

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Nehmen wir aber mal an, es gibt mehrere Säbelzahntiger, verschiedenen Geschlechts. Alle befinden sich in einem Gehege. Was passiert wenn es einen "Unfall" gibt und das Gehege zerstört wird? Dann flüchten die in die Wildnis und vermehren sich fröhlich. Dann haben wir ein Problem, da überall Menschen leben und die Säbelzahntiger haben regelrecht eine Speisekarte mit der Tagesmahlzeit "Mensch" und anderen Tieren.

Das Gleichgewicht würde zerstört werden. Folge: Andere Tierarten sterben aus, da die Nahrungskette durcheinander gerät. Das alles würde passieren, wenn der Mensch etwas ausgestorbenes klonen würde. Unfälle z.B. Käfigbrüche durch Brände oder sonstigem sind nämlich "nicht" ausgeschlossen.
Ich habe nichts gegen die Klonerei, jedoch sollten sie mit Bedacht wählen, was sie da klonen. Irgendwann wird es wohl noch ein Zeitalter geben, in dem tote Menschen geklont werden und da alles geklont wird, auch die PErsönlichkeit würde man hier von einer ungewollten Reinkarantion sprechen, denn mal ehrlich? Wer will unendlich lang leben? Das wäre eine Qual.
 

nein

Dr. rer. anim. - RIP *1956-†2015
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ich geh mal davon aus, dass ein paar entlaufene säbelzahntiger schnell abgeschossen wären, bei bedarf.
 

Wolfsheld

Geisterjäger
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Dann wären sie tot und die hätten viel Geld für nichts ausgegeben. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie versuchen sie nicht zu erschießen, sondern einzufangen.

Stell dir vor du hast dir ein super teures, jedoch brutales Tier gekauft für fast das ganze Geld, dass du besitzt. Würdest du es erschießen, wenn es dir entwischen würde?
 

nein

Dr. rer. anim. - RIP *1956-†2015
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nein, einfangen wäre besser, aber ich hab mich nur auf die störung des natürlichen gleichgewichtes bezogen.
das wäre im bedarfsfall schnell wieder hergestellt.
 

Nightmary

Fullquote Killer
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Ich finde dies ist ein sinnloses Vorhaben, für das wieder massig Geld aus dem Fenster geworfen wird...Es ist anmaßend, wenn irgendwelche Wissenschaftler anhand von ein paar Funden wissen wollen, welche Bedürfnisse die jeweilige Tierart exakt hatte. Und wie bei jedem Experiment, dass einen Pfusch in unsere Natur darstellt, würde auch dieses mit der Zeit eskalieren - in welcher Art und Weise sei dahingestellt. Dieser ganze Aufwand der betrieben wird, sollte lieber dazu genutzt werden, noch lebende Arten vor dem Aussterben zu bewahren, bzw. vor der Ausrottung. Aber diese Erkenntnis kommt sowieso immer erst hinterher, wenn sie ihren Willen hatten...Meine Meinung.

MfG,
Lilith
 

viennatourer

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yop

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie versuchen sie nicht zu erschießen, sondern einzufangen.

Ja,klar....haben sie ja schon öfters bewiesenso....... zb. an Bruno in Bayern.

Auch dieses Zuchtprogramm kostete übrigens Geld.

Wie die Fälle von Wölfen die aus ihren Gehegen - Klingenbach (BRD)- oder in Rohrbach(OÖ) entfleuchten,die lebten nichtmal 24 Stunden in Freiheit,machten sie ihnen schon den (angeordneten)Garaus.

Auch im Wallis(CH) wurden jetzt Wölfe zum Abschuss freigegeben,weil sie mehrere Schafe rissen.
Wobei die Schuld nicht allein beim Wolf liegt,denn die Schäfer sammeln die Kadaver ein,um Kostenersatz belegen zu können.

Früher konnte ein Wolf an einem liegengebliebenen Kadaver mehrere Tage fressen,wird der Kadaver aber vom Menschen entfernt...
tja,dann holt sich der Wolf ein frisches Schaf....logisch


Vorstellen kann man sich alles....nur meist spielts das nicht in unserer phobischen Gesellschaft.

;-)) Ach ja,unlängst wurde auch irgendwo erwähnt,dass erst wieder 2 Eichhörnchen "ausgewildert" wurden....es geht voran ;-))

mfg.v
 
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Clawd

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;-)) Ach ja,unlängst wurde auch irgendwo erwähnt,dass erst wieder 2 Eichhörnchen "ausgewildert" wurden....es geht voran ;-))

Hm Hey du hast i-wie recht wo zum henker sind die kleinen dinger hin? ich hab mit 13 ungefähr (also vor 10 jahren) das letzte mal in Berlin ein Eichhörnchen gesehen.

Die stehen doch hoffentlich nicht wirklich auf der seite der gefährdeten Tiere oder?
 

Zwirni

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Nein, sicher nicht. Bei mir sind sie teilweise eine echte Plage :orolleyes:
 

Clawd

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Na dann bin ich beruhigt.
Mit den kleinen süßen dingern verbinde ich nämlich erinnerungen die weit zurückliegen.

Aber wie können die eine plage sein? erklärst du mir das bitte?
 

Zwirni

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Sie erscheinen regelmäßig in Horden im Garten hinter der Arbeit, haben dort im Frühjahr, als der Boden aufgetaut ist, viele Löcher im Gras hinterlassen weil sie ihre Nüsse ausgebuddelt haben. Und wenn man mal mit dem Rad durch den Wald fährt (wenn es wärmer ist) dann muss man manchmal alle paar Meter stoppen, weil wieder einer im Weg steht und nicht abhaut. In Großstädten werden die an sich süßen Tierchen viel zu zutraulich :oconfused:
 

Clawd

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Kanns sein das ich wie ein Tierschützer klinge?? aber ich finds gut das ihr sie nich einfach ignoriert :p

Und nein in einer großstadt waren sie damals echt nicht zutraulich - ich habe versucht sie zu füttern aber die sind sofort abgehauen - heutzutage sehe ich leider keine mehr.
 

Mistress24

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Im Vordergrund sollte doch eher die Erhaltung unser jetzigen Tierarten stehen!!! Warum interessieren sich die Menschen dafür ausgestobene Tierarten wieder zu beleben, ohne die die Welt trotzdem ausgekommen ist, anstatt sich um die einzigartigen und wunderschönen Geschöpfe des Hier und Jetzt zu sorgen! Wie oben schon erwähnt geht es doch wohl nur um eins: Gott zu spielen...
 
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