CETI - die erhoffte Kommunikation mit Außerirdischen seit dem 19. Jahrhundert

Zwirni

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CETI ist die Abkürzung für Communication with Extraterrestrial Intelligence - also die Kommunikation mit außerirdischer Intelligenz.

Die Theorien dazu sind älter als SETI oder andere Ideen hinsichtlich Außerirdischen. Schon im 19. Jahrhundert gab es rege Debatten darüber wie man mit den vermeintlichen Mond- oder Marsbewohnern Kontakt aufnehmen könnte. Man erdachte sich gigantische Szenarien mit denen man mittels Sonnenlicht, viel Wasser und/oder riesigen Spiegeln Nachrichten austauschen könnte.

Die einen wollten 40km lange Gräben durch die Sahara ziehen und mit Wasser füllen. Andere wollten europaweit Spiegel aufstellen und diese mittels Sonnenlicht oder elektrischem Strom so beleuchten lassen, dass eine Nachricht entstehen konnte. Sogar der Eiffelturm sollte an einer Idee beteiligt sein.

Realisiert wurde davon bekanntlich nichts. Dennoch lebte die Idee der möglichen Kommunikation mit Außerirdischen weiter, auch wenn Anfang des 20. Jahrhunderts bereits klar wurde, dass es auf Mond und Mars kein Leben gab. Im Jahr 1974 wurde die Theorie neu belebt und von Arecibo eine Nachricht ausgesendet. Diesmal auf einer Frequenz ganz ohne Sonnenlicht.

TP: Alien-Jagd im 19. Jahrhundert

Und die heutigen Ideen für CETI? Heute ist uns bewusst, dass eine Nachricht an Außerirdische Jahre benötigen würde um dort anzukommen. In unserem Sonnensystem scheint es ja keine Empfänger zu geben. Das imho beste Beispiel für einen solchen möglichen Kontakt über CETI ist der Film/das Buch Contact, wo von Außerirdischen, die die Erde dank den ersten Übertragungen aus Nazideutschland kennen, eine Mitteilung mit einer Bauanleitung zurückgeschickt wird - und diesmal sind die Menschen wieder so ahnungslos wie sie es schon im 19. Jahrhundert vor dem Empfang einer Nachricht waren. :ocool:
 

Astun

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@Zwirni

Hast Du von der Sonde von Epsilon Bootes gehört, welche mit uns Kontakt aufnehmen wollte?

Der schottische Astronom Duncan A. Lunan hat die Meldung herausgegeben, dass sich eine Weltraumsonde außerirdischer Herkunft in unserem Sonnensystem befinden würde!
Wie kam er zu dieser Ansicht?
Er entdeckte bestimmte verzögerte Echos von Radiosignalen, welche von der Erde in gleichmäßigen Abständen ausgestrahlt wurden!
Diese verzögerten Echos konnten auch als eine Art Code gedeutet werden.
Lunans Theorie zufolge kam vor 13.000 Jahren eine Raumsonde von Epsilon Bootes in unser Sonnensystem und versucht mit uns Kontakt aufzunehmen, indem sie unsere Signale als verzögerte Echos zurückwirft.
Aber Lunan war nicht der Erste, welcher diese Echosignale kannte.
Auch Nicola Tesla waren sie schon aufgefallen, und auch er vermutete eine Raumsonde außerirdischer Herkunft dahinter.
Lunan gelang es, in einfachen graphischen Darstellungen die Signal-Reihenfolgen den Echoverzögerungen gegenüberzustellen.
Herausgekommen sind Sternbilder der nördlichen Hemisphäre wie sie vor 13.000 Jahren aussahen.
Nur das Doppelsternsystem Epsilon Bootes ist am falschen Platz.
Die Sonde sollte also mit einer intelligenten Zivilisation Kontakt aufnehmen, indem sie deren Signale verzögert zurückwirft.
Nach Lunans Decodierung ist er überzeugt, dass die Fehlpositionierung von Epsilon Bootes absichtlich geschehen, um auf den Heimatstern der Sonde hinzuweisen.

Die Erkenntnisse Lunans sind unglaublich spannend.
Die Chancen stehen 10.000:1 für die Wahrscheinlichkeit, dass die verschiedenen verzögerten Echosignale eine Sternenkarte ergeben.

Was sagst Du dazu, Zwirni?
Ist das nicht spannend?
Hab die Infos aus dem Buch »Reisen in die Ewigkeit« von Johannes von Buttlar, © 1973 by Econ Verlag GmbH
 

TerraIncognita

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sehr spannend, mir kommt der Black Night Satelit in den Sinn. Hier mal ein Beitrag den ich dazu in einem anderen Forum geschrieben hab.

Ein sehr interessantes Thema wie ich finde. Hier also mal die allg. Infos zum Thema.

Der Black Night Satellit (im folgenden BNS abgekürzt) soll von Aliens gebaut und seit 13.000 Jahren die Erde umkreisen.

1899 ->
Nicola Tesla fängt erstes Signal nach den Bau eines Hochspannungsfunkgerätes auf

1920 / 1930er ->
BNS sendet Radiowellen im Kurzwellenmuster von Duncan Lunan entdeckt

1930er ->
der BNS wird erstmals durch Teleskope gesichtet

1953 ->
Dr. Lincoln La Paz von der UNI New Mexico sichtet den BNS, nach mehreren weiteren Sichtungen beauftragt das US Verteidigungsministerium den Astronom Clyde Tombaugh mit der Suche nach BSN, seine Studie wird aber bis heute nicht veröffentlicht

Dezember 1957 ->
Dr. Luis Corralos fotografiert den BNS,
Amateur Radio Betreiber dekodieren Signale als Sternenkarte mit Richtung Epsilon Boötis, sogenannte LDE "Long Delay Echo" werden aufgezeichnet, dabei handelt sich es um Radio und Televisionssignale die ins All gesendet werden,diese kommen innerhalb von Sekunden oder Tagen wieder zurück, wie vom BNS aufgezeichent und zurück geworfen

1960 ->
der BNS wird beobachtet als Sputnik 1 beschattet,
die nordamerikanische Luftraumüberwachung sichtet in einer polaren Umlaufbahn ein Objekt mit 15 Metrische Tonnen,
der BNS wird für 3 Wochen weiterverfolgt bis er schließlich spurlos verschwindet
Amateur Radio Betreiber empfangen wieder LDE

1963 ->
Astronaut Gordon Cooper sichtet vor seiner Kapsel ein leuchtendes grünes Objekt was auf ihn zufliegt
die Muchea Tracking Station in Australien hat den BNS auf ihrem Radar

Bis heute konnte das Rätsel um den BNS nicht gelöst werden, war das intergalaktische Pondong zu den Voyager Sonden? Wollte man Kontakt aufnehmen oder uns einfach nur beobachten? Wer hat es gebaut und in die Umlaufbahn geschickt?
Kontaktaufnahme mal anders herum - Außerirdisches CETI​
 

Astun

Jäger verlorenen Wissens
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@TerraIncognita

Duncan A. Lunan ist am 24. Oktober 1945 geboren worden.
1971 oder 1972 hat er die Meldung herausgegeben, dass sich eine Sonde außerirdischer Herkunft in unserem Sonnensystem befinden soll.
Da war er gerade mal 26 Jahre alt.
Das Buch, welches ich als Quellenangabe in meinem Beitrag angab, kam 1973 heraus, also relativ bald nach Lunans Bekanntgabe!
Trotz seines jungen Alters war er fähig den Code der Sonde zu entschlüsseln.
Du hast geschrieben:
1920 / 1930er ->
BNS sendet Radiowellen im Kurzwellenmuster von Duncan Lunan entdeckt
Die Jahresangabe kann hier eindeutig nicht stimmen, da Duncan A. Lunan zu diesem Zeitpunkt noch nicht geboren war.
 

TerraIncognita

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Astun

Oh, da ist mit ein Fehler passiert, es müsste natürlich heißen

1920 / 1930er ->
BNS sendet Radiowellen im Kurzwellenmuster die später von Duncan Lunan analysiert wurden
 

!Xabbu

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Hierzu gibt es sogar einen eigenen Thread:


Der Form halber (falls jemand im Internet danach suchen möchte): das Ding wird nicht Black Night (schwarze Nacht) sondern Black Knight (schwarzer Ritter) genannt.
 

Astun

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Wie ich schon sagte, habe ich die Infos aus einem Buch, welches 1973 erschienen ist.
Damals war von einem »Black Night Satellite« sowieso noch keine Rede!
Wenn Lunans Decodierung der Signale eine Sternkarte, mit expliziten Hinweis auf Epsilon Bootes, ergibt, dann sollte unsere irdische Forschung zumindest Epsilon Bootes genauer unter die Lupe nehmen, auch wenn es 103 Lichtjahre von uns entfernt ist!
Wir haben schon etliche Himmelskörper untersucht, welche noch viel weiter entfernt sind.
Da Epsilon Bootes ein Doppelsternsystem ist, deren Sterne ca. 12 Mrd. km voneinander entfernt sind, könnten beide Sterne Planetensysteme mit stabilen Bahnen führen.
Also sollten beide Sterne und ihre Planeten unter die Lupe genommen werden.

Und jetzt wage ich mich wieder in den Bereich der Spekulation:
Angenommen, eine Zivilisation, welche in einem der beiden Epsilon Bootes-Systeme entstanden wäre, hätte es zumindest geschafft auch das zweite System zu besiedeln.
Eine Zivilisation, welche ein komplettes Doppelsternsystem besiedelt hat, macht sich auf, um nachzusehen, ob sie nicht noch woanders intelligente Zivilisationen entdeckt!
Sie schicken also Raumsonden aus, wohlwissend, dass man von einigen Sonden nie wieder etwas hören wird.
Gibt es vielleicht noch einen anderen Grund, warum man andere intelligente Zivilisationen finden will?
Vielleicht soll der Aufbau einer interstellaren Handelsstraße durch unsere Galaxis vorangetrieben werden!?
Starhopping für den galaktischen Handel und diplomatischer Beziehungen!

Trotzdem frage ich mich hier und jetzt:
Wären wir denn auch wirklich reif für einen ersten Kontakt?
Solange wir unsere eigenen globalen Probleme und Herausforderungen nicht in den Griff bekommen, solange sollten wir die Kontaktaufnahme tunlichst unterlassen!
Zuerst müssen wir unsere zivilisatorischen Flegeljahre überwinden, bevor wir Kontakt mit anderen Zivilisationen aufnehmen können.
 

Helios

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Lunan hat seine eigene Auswertung ja noch in den siebziger Jahren zurückgezogen mit dem Hinweis, dass die vorgebrachten Argumente gegen seine Theorie zur Entschlüsselung stimmig sind und er daher seine Ansicht nicht mehr vertreten kann. Nachvollziehbar war sie von außen eh nicht (soweit ich mich jetzt nicht täusche). Es gab dann wohl noch irgendwann mal eine Einlassung, dass er sich nicht so ganz sicher ist, ob seine Auswertung nicht doch stimmt - bloß es fehlen halt jegliche Form von Beweisen.

In den Exoplanet-Katalogen sind jedenfalls keine Einträge zu Epsilon Bootis (nicht Epsilon Bootes) bzw. Izar, wie er seit ein paar Jahren offiziell heißt, verzeichnet. Neuere Vermessungen geben übrigens die Distanz mit 203 Lj (+-) an, der Abstand beider Sterne läge demnach bei 185 AE.
 

Astun

Jäger verlorenen Wissens
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@Helios

Es kann ohne weiteres möglich sein, dass Druck auf Lunan ausgeübt wurde!
Er wäre nicht der Einzige, welcher sich zwischen Job und Überzeugung entscheiden hätte müssen.
Solche Fälle gibt es zuhauf.
So frei nach dem Motto:
Es kann nicht sein, was nicht sein darf!

Bestes Beispiel hierfür ist das Condon-Projekt.
Prof. E. U. Condon war der Leiter dieses Projektes.
Condon hatte 2 Wissenschaftler als besonders fähig vorgeschlagen: die Doktoren Saunders und Levine.
Aber sehr bald hat sie Condon wegen angeblicher »Inkompetenz« wieder entlassen.
Saunders und Levine hatten sich erlaubt zu einer neutralen und positiven Erkenntnis zu gelangen, was die mögliche Existenz von UFOs betrifft.
Saunders hatte viele Tausende von Fällen zur Untersuchung vorbereitet, aber das Condon-Projekt untersuchte maximal 90 Fälle davon.
Auch hier wurde das Projekt mit vorgefasster Meinung angegangen, und das Ergebnis stand schon vor Projektbeginn fest.
Nach Veröffentlichung des Condon-Reports zog ein Sturm der Entrüstung über die USA.
Kritiken über
🔸Verstrickungen
🔸Oberflächlichkeit
🔸nachweislich gesteuerte Untersuchungsmethoden
wurden laut, und der Condon-Report wurde als Skandal bezeichnet.
Er musste von unabhängigen Wissenschaftlern überprüft werden.

Wenn Lunan ähnlich unter Druck gesetzt wurde, wie Saunders und Levine während des Condon-Projekts, dann kann ich mir schon vorstellen, dass er sich für seinen Job entschieden hat.

Ganz genau wird man es sowieso erst dann wissen, wenn man entweder besagte Sonde endgültig aufspürt/lokalisiert, oder bei der Beobachtung von Epsilon Bootes unverkennbare Anzeichen einer Zivilisation vorfindet.
 

Helios

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Es kann ohne weiteres möglich sein, dass Druck auf Lunan ausgeübt wurde!
Er wäre nicht der Einzige, welcher sich zwischen Job und Überzeugung entscheiden hätte müssen.

Es kann auch sein, dass er selbst von einem Planeten um Epsilon Bootis A oder B (nicht Epsilon Bootes) stammt und die Sonde nur erfunden hat, um die Welt auf seine Zivilisation aufmerksam zu machen. Bloß welche Anzeichen gibt es dafür? Und wie wahrscheinlich ist das?
Du bezeichnest ihn als Astronom, als solcher war er aber meines Wissens nie irgendwo tätig (wenn dann zumindest nicht lange), das war viel mehr Hobby und Passion. Sein Beruf war Schriftsteller und Journalist mit dem Schwerpunkt Astronomie (und vor allem Archäoastronomie) sowie Science Fiction (in der Funktion war auch an der Gründung von ASTRA beteiligt). Kaum vorstellbar, wie man auf ihn hätte Druck aufbauen können. Umgekehrt stellt sich die Frage, warum seine Erklärungen von niemandem nachvollziehbar waren, immerhin ist das Material verfügbar und es gibt unzählige Hobbyastronomen weltweit, die es auch unabhängig von irgendwelchen Regierungen und losgelöst von jedem Druck veröffentlichen können. An den technischen Möglichkeiten kann es nicht liegen. Und was ist mit der stichhaltigen Gegenargumentation, die seiner Aussage nach auch ihn überzeugt hat. Lässt diese sich widerlegen?
 
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